Räucherlexikon

Räucherwerk von A bis Z

In vielen Litheraturhinweisen trifft man auf die Tatsache, dass Weihrauch seit Alters her verwendet wurde, um seine desinfizierende Wirkung zu nutzen, aber auch um bei Ritualen, Meditation oder anderen Begegnungen, die öffnende Komponente zum Himmlischen zu nutzen. Weihrauch wurde aber nicht pur verräuchert, sondern eher im Mischungen. Was sicherlich auch am Preis lag. Bestimmte Mischungen wie Kirchenweihrauch enthielten auch Gewürze und Myrrhe. Myrrhe ist aber treurer als Weihrauch, weshalb hier sehr viel gemischt wurde.

Warum aber die Mischung aus Weihrauch und Myrrhe?
Nun, erst einmal, und das haben wir ja schon festgestellt, ist Weihrauch eher für die Himmelung zuständig. Das Gegenstück dazu ist die Erdung. Und da haben wir nun die Myrrhe. Weihrauch symbolisiert den männlichen Aspekt, Myrrhe den weiblichen. Yang, hell, Himmel, Geist – trifft auf Yin, dunkel, mütterliches, Erde. Weihrauch ist eher sonnig, erfrischend, in guter Qualität auch zitronig – Myrrhe ist dunkel(braun), rötlich-bräunlich und nicht durchsichtig und gibt die Energie der Erde wieder. Myrrhe verhilft uns zur Erdung, wovon wir durchweg nicht genug haben. Myrrhe beruhigt und lässt wieder klarer Denken.

Gibt es eigentlich die Mischung aus Weihrauch und Myrrhe als Räucherstäbchen? Ich habe noch keine gefunden. Also wieder ein kleiner Versuch, diese Mischung als Räucherstäbchen zu verwenden.

Dazu Myrrhe in einem Mörser fein zerkleinern, oder fein gemahlene Myrrhe günstig kaufen und damit das Weihrauch Räucherstäbchen einreiben. Es sollte genügend Myrrhe am Räucherstäbchen haften bleiben um die Wirkung beider Komponenten spürbar zu machen.
Ein Versuch ist es jedenfalls wert! Aber bitte immer daran denken – nur natürliche und reine Zutaten garantieren einen unvervälschten Räucherspaß.

Weihrauch ist seit ewigen Zeiten bekannt. Weihrauch ist das Harz des Weihrauchbaumes, Boswellia. Der Echte Weihrauch heißt Boswellia sacra. Daneben gibt es eine Vielzahl von Weihrauch Bäumen und Pflanzen. Weihrauch wurde schon immer in seiner Eigenschaft, zu reinigen und zu öffnen, geschätzt. So wurde vor Jahrhunderten seine desinfizierende Eigenschaft gerade bei Ansammlungen von Menschen geschätzt, gleichzeitig aber die Öffnung für Kommunikation genutzt. Gerade in Kirchen war schnell eine Menschenmenge versammelt, wenn es darum ging, sich vor Seuchen zu schützen. Unmengen Weihrauch wurden dann verbrannt.

Weihrauch ist dem Himmlischen zugeordnet. Was liegt näher als zu verstehen, warum er in Kirchen, in Ritualen und mehr verwendet wurde und heute noch wird. Weihrauch öffnet für Kommunikation mit dem Himmlischen. Also öffnet Weihrauch für Kommunikation mit den Lichtwesen?

Weihrauch öffnet für Kommunikation.

Also musste mal ein Test mit Weihrauch Räucherstäbchen her. Wie verhalten sich Kunden in einem Laden, wenn in diesem ein Weihrauch Räucherstäbchen brennt. Vom Duft her ist Weihrauch als sehr angenehm, und ich meine auch als anziehend zu bewerten. Funktioniert dies dann auch mit Menschen, die mit Räucherwerk und co. nichts gemein haben? Dies sollte man unbedingt einmal ausprobieren. Schließlich ist es nicht unwichtig, ob und wie ein Mensch einen Laden wahrnimmt. Und Verkaufsgespräche sind immer auf Kommunikation angewiesen. Ohne dabei außer acht zu lassen, dass Kommunikation auf ganz vielen Ebenen abläuft, außer der verbalen Kommunikation. So kann ein einfaches Weihrauch Räucherstäbchen die Qualität in einem Geschäft völlig ändern und ein harmonisches Miteinander fördern.

Natürlich ist ein Weihrauch Räucherstäbchen nicht gleich einem Weihrauch Räucherstäbchen. Die Qualitätunterschiede können beträchtlich sein. Wichtig ist immer, dass natürliche Rohstoffe und Zutaten in einem Weihrauch Räucherstäbchen verwendet werden. Die Anfertigung eines Räucherstäbchens mittels einer Masala Masse stellt für mich die natürlichste Art der Fertigung dar. Alle Zutaten kommen in diese Masse und ergeben dann ein Räucherstäbchen von guter Qualität. Ein gutes Räucherstäbchen kommt ohne Geruchsverstärkung und synthetischen Düften gut aus. Wirkt natürlich energetisierend und aufbauend, wie wir es von der Natur erwarten können.

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Labdanum

Labdanum, auch Ladanum genannt, ist das Harz der Cystrose. Die Cystrose ist eine Pflanze die auf Kreta wächst und etwa einen Meter hoch wird. Die Cystuspflanze fand schon im 1. Jahrhundert n. Chr. als Heilpflanze Erwähnung. Cystus – Tee schmeckt frisch aufgebrüht sehr aromatisch. Das Aroma des Cystus-Tees wird sicher auch durch den hohen Anteil harzähnlicher Substanzen in der Pflanze bestimmt. In vielen Quellen kann man sich über die heilende Wirkung dieser Pflanze informieren.

Der Begriff Labdanum stammt von Ladan, der die klebrigen Eigenschaften der Cystuspflanze beschreibt. An heißen Tagen schwitzt die Pflanze das Harz regelrecht über die Blätter aus. Diese weiche wachsartige Masse brauchte nur eingesammelt zu werden. Anfangs besorgten das die Ziegen. Sie wurden zum Weiden in die mit Cystus bewachsenen Gebiete getrieben. Die klebrige Masse konnte dann aus dem Bart und Fell der Ziegen gekämmt werden. Gereinigt war die Masse ein begehrtes Harz für die Herstellung von Parfüm und Kosmetik. Später wurde Labdanum mit Lederbändern, die an einer Art Rechen durch die Sträucher gezogen wurden, gesammelt. In der Sonne konnte das Harz dann vom Leder geschabt werden.
Heute wird Labdanum auf technischem Wege aus den Zweigen extrahiert.

Da Labdanum, wie schon beschrieben, sehr klebrig ist, funktioniert die Dosierung für das Verräuchern des Labdanum nicht so einfach. In der Wärme klebt es zu sehr und um es sicher portionieren zu können, sollte es einige Zeit kalt gestellt werden. Im Kühl- oder Gefrierschrank erreicht das Labdanum dann die ausreichende Festigkeit, um Stückchen abzubrechen oder etwas Labdanum abzuscharben.

Es ist gar nicht so einfach zu beschreiben, wie Labdanum beim Räuchern nun riecht.
Der Rauch des Labdanum duftet warm, nach Holz, natürlich nach Harz. Es duftet nach Erde, nach feuchtem Holz, als wenn man nach einem Regen durch den Wald geht. Aber wie gesagt mit einer angenehmen Wärme. Vielleicht hat der geschätzte Leser weitere, andere Ausdrucksmöglichkeiten, die diesen Duft beschreiben können. Für einen entsprechenden Kommentar bin ich stets dankbar.

Labdanum - Blätter und Zweige

Blätter, Blüten und Zweige der Cystrose

Anfangs überrascht, aber mit der Zeit angenehm überrascht, hat mich die Tatsache, dass man auch die Zweige und Blätter der Cystrose als Labdanum kaufen kann. Ein wenig klebrig, lassen sich die Pflanzenteile wesentlich besser handhaben als das Harz. Sicherlich entwickelt sich beim Räuchern ein anderer Duft, aber dies muss man einfach mal ausprobieren.

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Räuchern von Räucherwerk in Räuchergefäßen

Klar, nun haben wir die für uns passende Räucherkohle gefunden, das Räucherwerk liegt bereit. Aber womit räuchern wir unser Räucherwerk. Räuchergefäße gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen. Doch sie lassen sich in drei Bereiche einordnen.

Räucherschale Speckstein

Räucherschale Speckstein

1. Räuchern in Räucherschalen

Die gängigste Art zu Räuchern ist wohl das Räuchern in einer Räucherschale. Das Material kann Ton, Speckstein, Messing oder Kupfer sein. Die Schale sollte natürlich die entsprechende Größe aufweisen. Sie sollte mindestens so groß sein, dass die Kohle vernünftig darauf zu handhaben ist. Um mit der Hitze der glühenden Räucherkohle klar zu kommen wird Räuchersand in die Räucherschale gefüllt. Trotzdem rate ich jedem, auf eine feuerfeste Unterlage zu achten. Somit sind dem Räucherspaß keine Grenzen gesetzt. Die Kohle liegt einfach auf dem Sand auf. Die erkaltete Asche kann später einfach vom Räuchersand gepustet werden. Im Freien versteht sich!

2. Räuchern auf Räuchersiebe

Diese Art des Räuchern ist natürlich sehr einfach, weil kein Räuchersand gebraucht wird.

Räuchergefäß günstig kaufen

Netzräuchergefäß

Das großmaschige Räuchersieb dient hier als Auflagefläche für die Räucherkohle. So kommt die Luft überall an die Räucherkohle heran und sie glüht schön gleichmäßig durch. Die Asche fällt einfach durch das Sieb in den Behälter. Der Formvielfalt sind hier keine Grenzen gesetzt.

Flache Räuchergefäße, genau wie hohe und schlanke Gefäße, gibt es genauso wie bemahlte, emalierte oder gravierte Metallgefäße. Sogar Holzgefäße mit Metalleinsatz gibt es günstig zu kaufen. Allgemein gilt – sie werden sehr heiß ! Ich selbst habe noch nicht probiert sie mit Sand zu befüllen. Vielleicht verteilt sich die Hitze dann besser.

3. Schwenkräuchergefäße

Schwenkräuchergefäße gehören eigentlich in die unter 1. genannten Räuchergefäße. Der Vorteil dieser Räuchergefäße ist klar – sie sind geschlossen. Damit sind sie für mich persönlich sicherer und sie lassen sich frei im Raum aufhängen, aber auch an der Kette durch Räume tragen. Auch hier gilt, sie sollten mit Sand befüllt werden und die Wärme besser kontrollieren zu können.

Räucherstövchen

Räucherstövchen

4. Räucherstövchen

Das Räuchern mit Räucherstövchen ist etwas weiter vom eigentlichem Räucherritual weg, aber sollte auf jedem Fall einmal probiert werden. Einfach weil ein sehr spontanes Räuchern möglich wird. Einfach ein Teelicht in das Räucherstövchen gestellt, das Räucherwerk auf dem Räuchersieb verteilt und schon kann man mit seiner Meditation beginnen. Nun ist es so, dass das Räucherwerk verschiedene Flamm- oder Siedepunkte aufweisen kann. Harze verbrennen bei anderen Temperaturen als Kräuter und Hölzer. Wir müssten optimaler Weise den Abstand der Kerze zum Räuchersieb beeinflussen können. Die Hersteller tragen dem Rechnung, indem es Teelichthalter mit höhenverstellbarem Räuchersieb gibt. Nach dem Räuchern sollte das Räuchersieb gereinigt werden. Dazu sind kleine Drahtbürsten erhältlich. Die Räuchersiebe sind in verschiedenen Qualitäten zu haben. Hier wären einfache Edelmetallsiebe geeignet, wie auch die optisch sehr ansprechenden Messingsiebe.

Viel Spaß beim Räuchern